AGFA Optima 200 Sensor

Linhof Technika 6,5x9 cm

RICOH TLS 401

Pentax LX

Von der AGFA-Optima zur Digitalkamera

Horst Weihrauch

Jahrgang 1952
Seit 1970 beschäftige ich mich mit der Fotografie
Seit 1976 auch mit Fotogeschichte

Pentax 6x7

Olympus CAMEDIA C-1400XL

Seminare

1976 Prof. Dr. Otto Steinert - Folkwangschule Essen-Werden

1984 Prof. Harald Mante / Die Farbfotografie

1987 Prof. Pan Walther - Fachhochschule Dortmund

Olympus E300

Nikon D7200

Meine Fotos sind Spiegelbilder der Vergangenheit, meiner Vergangenheit, die ich erlebt und mit der Kamera festgehalten habe. So sind in den Jahren Fotos entstanden, bei Reportagen, im Studio, im Urlaub, bei Streifzügen durchs Ruhrgebiet, beim Hobby oder im Auftrag. Oft sind Menschen im Bild festgehalten. Der Mensch verändert sich ebenso wie seine Umwelt und ich versuche bei jedem Druck auf den Auslöser meiner Kamera etwas von dem JETZT festzuhalten. Wie wertvoll Fotos sind, merkt man erst wenn sie das zeigen, was bereits unwiederbringlich vergangen ist. Angefangen habe ich das Fotografieren mit der Agfa-Optima Sensor, einer Kamera mit einem roten Softauslöser, der das verwackeln der Aufnahme verhindern sollte. Die Entwicklung der Kamerahersteller blieb nicht stehen und brachte bis heute unzählige neue Modelle mit entsprechendem Zubehör auf den Markt. Auch bei mir ist es nicht bei einer Kamera geblieben. Dennoch der Weisheit von Professor Dr. Otto Steinert folgend sei gesagt: “Es ist gleich womit man fotografiert, welche Kamera, welcher Film, ect.”. Steinert: ”Ihr könnt fotografieren womit ihr wollt, entscheidend ist nur das Foto, das zum Schluss auf dem Tisch liegt, dabei ist es auch unerheblich unter welchen Umständen ihr es gemacht habt.” Heute benutze ich 2 Nikon-7100/7200 Kameras sowie einen OSMO+ Hand-Gimbal von DJI. Die digitale Weiterentwicklung macht grössere Schritte als es der Analogfilm in entsprechender Zeit konnte. Daraus resultieren immer perfektere Fotos, voraus gesetzt man ist in der digitalen Fotobearbeitung fit. Der Fotograf hat heute die Qualität seines Fotos selbst in der Hand und kann die Unvollkommenheit der Kameratechnik ausgleichen. Die Fotografie ist für mich ein Dokument, deshalb spreche ich auch von Fotos und nicht von Bildern. Obiges Selbstportrait ist schon ein Bild. Ein nicht reales Foto und somit auch kein Dokument. Solche Bilder hat es auch zu analogen Zeiten gegeben, das waren dann sogenannte Doppel-oder Mehrfachbelichtungen als küntlerische Darstellung ebenso wie das Verfremden als Solarisation etc.. Das Retuschieren und Ausgleichen fehlerhafter Belichtung verändert das Foto zum Positiven, also das Dokument nur in einer Weise, wie es Fotograf und Kameratechnik nicht vermochte. Die digitale Bearbeitung von RAW-Aufnahmen ermöglicht es Zonenweise, also Teile des Fotos zu korrigieren, was früher in der Analogen Entwicklung nur durch Abwedeln oder Nachbelichten mühsam gemacht werden konnte, das ist heute in einer Weise möglich die nichts zu wünschen übrig lässt und wie es zu analogen Zeiten nie möglich war.